Der Vorstand des Feuerwehr-Vereins:
Der neue Führungskreis

Vorsitzende

Heidi Frister
stv. Vorsitzende
Neuwahlen des Vereinsvorstand am 22. Februar 2026
Verein mit größter Außenwirkung der Gemeinde wählt neu
Vor kurzem traf sich die Feuerwehr Abtswind zur Generalversammlung, bei der auch der Vereinsvorstand neu gewählt wurde.
Nach der Begrüßung durch Vorsitzende Manuela Schäfer und der Totenehrung gingen Schriftführer Tobias Weiß und der Kommandant Wolfgang Kaiser auf Übungen und Einsätze der Wehr in 2025 ein. Dabei sind 1.006 Stunden im Feuerwehrdienst geleistet worden. Immer mehr werden die Einsätze im Bereich THL die 18 der 35 Einsätze ausmachten. Vorsitzende Manuela Schäfer ging in ihrem Bericht auf die Aufführungen der Theatergruppe ein, auf die Forellenaktion vor Ostern, die Beteiligung und Durchführung des Brunnen- und Genussortfestes, sowie die Bewirtung des Weinpavillon zum Weinfest an 4 Wochenenden.
Nachdem Kassier Manfred Layh den Bericht des Kassiers vortrug und der Vorstand entlastet wurde, standen Neuwahlen der aktiven wehr und des Vorstandes an.
Gewählt wurde in die zweite Amtszeit Manuela Schäfer zur Vorsitzenden. Ihre Stellvertreterin ist Heidi Frister. Als Kassier und Schriftführer wurden Manfred Layh und Tobias Weiß in ihren Ämtern bestätigt. Als Beisitzer agieren künftig Heidi Sauerhammer, Anna Kaiser und Burkhard Görke.
KBR Dirk Albrecht appellierte in seinem Grußwort auf eine gute Zusammenarbeit und die Mahnung zur Vorsicht unter den Kameraden. Wir sind in der aktiven auch dafür zuständig aufeinander aufpassen.
Der Bürgermeister Schulz dankte im Namen der Gemeinde für die geleisteten Einsätze. Die Feuerwehr sei der Verein mit hoher Außenwirkung für das Dorf Dorfes, da diese zu jeder Zeit bei ungünstiger Witterung Ihren Mann stehe.
Von: Tobias Weiß (Schriftführer, Feuerwehrverein Markt Abtswind e.V)
Kontakt zum Vorstand
Zu Beginn der Jahresversammlung hatte es noch in den Sternen gestanden, ob die Abtswinder Freiwillige Feuerwehr an diesem Abend einen neuen Kommandanten bekommt. Doch am Ende der Versammlung gab es mit Wolfgang Kaiser einen Nachfolger für Klaus Keller, der nach zwölf Jahren seinen Verzicht erklärt hatte. Nicht zuletzt deswegen, weil die Chemie nicht mehr gestimmt hatte.
Es gebe immer mehr Einsätze, aber weniger Personal, meinte Kommandant Klaus Keller zu Beginn seiner Abschiedsrede. Was er auch hier im ländlichen Raum habe feststellen müssen sei, dass die Leute immer unfähiger würden, sich selbst zu helfen. Liege ein 20-Zentimeter-Stück eines Astes auf der Fahrbahn, würde die Feuerwehr gerufen.
Es folgten sehr persönliche Worte, denn schon seit längerem war auch nach außen gedrungen, dass irgendetwas in der Abtswinder Feuerwehr nicht mehr stimmte. „Die Feuerwehr ist mir eine Herzensangelegenheit“, bekannte Keller. Bei ihm hätte jeder gekonnt, seine Stärken einzubringen, jeder hätte seinen Spielraum gehabt. Aber die Feuerwehr sei auch kein rechtsfreier Raum. Zwölf Jahre lang habe er um Personal gekämpft. „Wir haben ein erhebliches Nachwuchsproblem“, mahnte er.
Steine in den Weg gelegt
Was ihn sehr betrübt macht, ist, dass ihm von eigenen Kameraden oder ehemaligen Mitgliedern Steine in den Weg gelegt worden seien. Erst kleinere, dann immer größere. Es sei, wie wenn man Ochs und Esel vor einem Karren spanne, und dann auch noch die Radmuttern gelöst würden, sagte Keller. Er lasse sich nicht verbiegen und üblen Nachreden werde er entgegentreten, kündigte er an.
Zu den Einsätzen bei der Firma Kräuter Mix erklärte Keller, dass es etliche Alarmierungen gegeben habe, darunter auch Fehlalarme. Dies sei der neuen Produktionshalle geschuldet. Die Abtswinder Wehr sei auch so etwas wie die Werksfeuerwehr für den größten Arbeitgeber vor Ort. Dies sei auch mit Bürgermeister Jürgen Schulz so besprochen.
Vieles sei in seiner Amtszeit für die Feuerwehr angeschafft worden. Keller nannte unter anderem die Wärmebildkamera, den Wassersauger und die Ausstattung der Atemschutzträger sowie den Türöffnungskoffer, der schon zum Einsatz gekommen ist. Er freute sich, dass Heidi Sauerhammer den Gruppenführerlehrgang bestanden habe sowie über die Abnahme der Feuerwehrführerscheine.
An die Kameradschaft appelliert
Der Feuerwehrvereinsvorsitzende Sebastian Kaiser, der sein Amt ebenfalls zur Verfügung stellte, sagte allen Helfern Danke. Hatte das Brunnenfest 2019 mangels Helfern am vorgesehenen Termin ausgefallen müssen, so hofft er, dass es künftig wieder stattfinden könne.
Kreisbrandrat Roland Eckert sagte, dass die 30 Einsätze für eine Wehr in der Größe von Abtswind sehr viel seien. Er appellierte an die Kameradschaft innerhalb der Wehr, denn dieses sei ein Alleinstellungsmerkmal. Bürgermeister Jürgen Schulz dankte der Wehr für ihre Einsatzbereitschaft und überreichte an die ausscheidenden Führungskräfte Präsente.
Bei den Wahlen erklärte sich nach langem hin und her schließlich Wolfgang Kaiser bereit, das Amt des Kommandanten zu übernehmen. Da im ersten Wahlgang auch von der aktiven Wehr ausgetretene Mitglieder gewählt hatten, musste der Wahlgang wiederholt werden. Eine Feuerwehrfrau erklärte ihren Wiedereintritt in die aktive Wehr. Die dann 21 Stimmberechtigten wählten Wolfgang Kaiser zum neuen Kommandanten – bei sechs leeren Stimmzetteln.
Nach 24 Jahren hatte auch der stellvertretende Kommandant Konrad Hanselmann auf eine Wiederwahl verzichtet. Ihm folgt Sascha Nuss nach.
Beim Feuerwehrverein steht nun Joachim Kaypinger an der Spitze. Für den bisherigen Stellvertreter Friedrich Hermann folgt Manuela Schäfer nach. Schriftführer bleibt Tobias Weiß, wiedergewählt wurde auch Manfred Layh als Kassier. Für die bisherigen Beisitzer Holger Lenz und Alfred Dallner rücken Elke Eckoff und Klaus Flory nach.
